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 Schade! Der MSV Duisburg hat die große Chance verpasst eine dicke Zusatzeinnahme einzusacken. Im Heimspiel gegen den Zweitligaspitzenreiter aus Nürnberg entwickelte sich von Beginn an eine rassige und interessante Pokalpartie. Beide Teams suchten ihr Heil in der Offensive, und es kam auch gleich zu sehenswerten Chancen. Möhwald schoss zunächst knapp drüber (8.), auf der Gegenseite offenbarte Simon Brandstetter seine Schwächen in aussichtsreicher Position bei der Ballannahme (9.). Eine weiter Minute später parierte Mark Flekken glänzend gegen Kerk. Es war ordentlich Feuer drin. Und nach einer Viertelstunde hätte der MSV in Führung gehen müssen. Brandstetter war erneut alleine vor Kirschbaum, scheiterte aber kläglich per Flachschuss.

Und dies sollte sich rächen. Nach einer Ecke von Kerk lässt Borys Tashchy Behrens laufen, der frei zur Gästeführung einnicken kann (21.). Wie schon in Dresden zeigte Tashchy gravierende Defensivschwächen bei gegnerischen Standardsituationen. Die Partie war nun weiter sehr kämpferisch, verflachte aber auch etwas. Nach 38 Minuten war Flekken dann erneut gegen Kerk zur Stelle (38.). Kurz vor der Pause sorgte eine weitere Standardsituation für den nächsten Nackenschlag. Nach einer Ecke von Kerk ist diesmal Innenverteidiger Margreitter zur Stelle, und kann ohne Bedrängnis von Souza und Erat entspannt zum 0:2 einköpfen (41.). Sekunden vor der Pause verhinderte Flekken gegen Ishak sogar noch einen dritten Gegentreffer.

 Im zweiten Durchgang verwalteten die Gäste das Ergebnis. Die Franken zeigten sich kaum noch in der Offensive, das Team von Ilia Gruev konnte aber zunächst nur wenig Druck aufbauen. Dies änderte sich ab der 65 Minute grundlegend. Die Zebras waren nun klar spielbestimmend, und kamen auch zu Chancen. Die eingewechselten Onuegbu (69./77.) und Iljutcenko (82.) brachten das Leder aber nicht über die Linie. Nach 86 Minuten hatte Onuegbu dann auch noch Pech, dass sein Schuss nach feiner Einzelleistung an den Pfosten klatschte.

 Der MSV drückte weiter, doch der Distanzschuss von Fröde strich knapp zwei Meter vorbei (90.+2). Zwei Minuten später verwandelte Kapitän Kevin Wolze einen recht schmeichelhaften Foulelfmeter zum Anschlusstreffer. Und dann verpassten gleich mehrere Zebras die letzte Hereingabe der Partie.

 Es war durchaus mehr drin gegen den Tabellenführer der zweiten Bundesliga. Die Gäste waren zwar 60 Minuten das deutlich abgeklärtere Team an der Wedau, die Zebras punkteten jedoch mit Kampfgeist und Charakter. Leider stand einem Erfolg neben der Schwäche bei gegnerischen Standards auch die eigene Abschlussschwäche in der Offensive im Weg. Der Auftritt sollte jedoch insgesamt Mut machen für die kommenden Aufgaben in der Liga.

 MSV Duisburg : 1.FC Nürnberg 1:2 (0:2)
MSV Duisburg:
Flekken, Erat, Bomheuer, Nauber, Wolze, Souza (71. Wiegel), Fröde, Schnellhardt, Stoppelkamp (79. Iljutcenko), Brandstetter (58. Onuegbu), Tashchy
1. FC Nürnberg: Kirschbaum, Leibold, Löwen (54. Petrak), Margreitter, Valentini, Kammerbauer, Kerk (82. Fuchs), Möhwald (68. Jäger), Behrens, Salli, Ishak
Tore: 0:1 Behrens (21.), 0:2 Margreitter (41.), 1:2 Wolze (90+4.)
Gelbe Karten: Stoppelkamp, Bomheuer, Nauber, Iljutcenko, Kirschbaum, Jäger
Schiedsrichter: Christian Dingert (Thallichtenberg)
Zuschauer: 15.576