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Die Arbeitslosenquote kletterte um 0,2 auf nunmehr 7,5 Prozent an.

"Mit dem Beginn der Sommerferien steigt die Arbeitslosigkeit vor allem aufgrund der sogenannten Übergangs- oder Sucharbeitslosigkeit. Das betrifft vor allem junge Menschen, die ihre Ausbildung abgeschlossen haben, im Ausbildungsbetrieb nicht übernommen werden oder zumindest noch keinen Anschlussvertrag erhalten haben. Bei diesen jungen Menschen gehen wir davon aus, dass viele bald schon eine Anstellung finden werden und ihre Zeit des Übergangs aus der Arbeitslosigkeit kurz bleibt", stellte Christiane Schönefeld, Vorsitzende der Geschäftsführung der Regionaldirektion NRW der Bundesagentur für Arbeit fest.

249.295 Personen gelten derzeit als unterbeschäftigt in NRW. Im Vergleich zum Vorjahr nahm die Zahl der Unterbeschäftigten im Juli um 4.427 Personen oder 0,5 Prozent zu.

Der Anstieg der Unterbeschäftigung im Vorjahresvergleich ist vor allem auf die Teilnahme geflüchteter Menschen an Sprach- und Qualifikationsprogrammen zurückzuführen. Im Vergleich zum Vorjahresmonat Juli hat zum Beispiel die Zahl der Teilnehmerinnen und Teilnehmern in Programmen, die wie die Integrationskurse nicht von den Agenturen für Arbeit finanziert werden, um 25.506 Personen oder 72,2 Prozent auf 60.847 Personen zugelegt.

Die Arbeitslosigkeit jüngerer Menschen zwischen 15 und 25 Jahren, die sogenannte Jugendarbeitslosigkeit, ist im Juli im Vergleich zum Vormonat um deutlich um 8.821 Personen oder 14,2 Prozent gestiegen. Grund ist die sogenannte Übergangsarbeitslosigkeit junger Menschen nach der Beendigung ihrer dualen Berufsausbildung. Im Vergleich zum Vorjahr ist die Jugendarbeitslosigkeit um 4.181 Personen gesunken. Nach Meinung der Düsseldorfer Arbeitsmarktexperten ist der Bedarf und die Nachfrage vor allem an Fachkrften weiterhin lebhaft. 

So wurden im Juli gleich 46.931 Stellen neu gemeldet, 4.314 mehr als im Vorjahresmonat. Der Bestand der bei den Agenturen für Arbeit gemeldeten offenen Arbeitsplätze lag im Juli bei 160.379 Stellen.

In allen Regionen Nordrhein-Westfalens ist nach dem Ende der Frühjahresbelebung im Vergleich zum Juni die Zahl der Arbeitslosen gestiegen. Im Ruhrgebiet waren im Juli 249.117 Personen arbeitslos gemeldet. Das waren 2.465 oder exakt ein Prozent mehr als noch im Juni zuvor. Auch hier sank im Vergleich zum Vorjahr die Zahl der Arbeitslosen deutlich: 9.921 Personen oder 3,8 Prozent waren weniger arbeitslos als ein Jahr zuvor. Die Arbeitslosenquote stieg im Juli um 0,1 auf 10,4 Prozent. Im Jahr zuvor lag diese noch bei 10,9 Prozent.