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Vor einem Jahr waren es noch 20.827 Arbeitslose mehr, wie die Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit (BA) Düsseldorf bekannt gab. 55.015 von ihnen waren geflüchtete Menschen und damit 7,9 Prozent aller Arbeitsloser in NRW. Die Arbeitslosenquote sank um 0,1 auf 7,3 Prozent, parallel zum Bundesdurchschnitt.

Eines stellten die Düsseldorfer Arbeitsmarktexperten besonders heraus: Qualifikation ist der Schlüssel zu Arbeit, das spiegelt sich auch in der Arbeitslosenquote wider: Für Menschen ohne Berufsausbildung lag die Quote im Mittel des vergangenen Jahres bei 23,7 Prozent, für Menschen mit abgeschlossenen Berufsausbildung bei 4,1 Prozent.

"Zum Ende des Frühjahresaufschwungs sank im Juni noch einmal die Zahl der arbeitslosen Menschen. Das entspricht dem erwarteten saisonalen Verlauf. Für die Bewertung des Arbeitsmarktes relevant ist der Vergleich mit dem Vorjahr: Dass die Arbeitslosigkeit im Juni um rund 20.000 arbeitslos gemeldete Menschen abgebaut werden konnte und die Zahl der Arbeitslosen in diesem Jahr zum ersten Mal unter 700.000 lag, ist eine besonders erfreuliche Entwicklung am Arbeitsmarkt," stellte Christiane Schönefeld, Vorsitzende der Geschäftsführung der Bundesagentur für Arbeit fest.

Leicht um 981 Personen abgenommen hat auch die Unterbeschäftigung. Unterbeschäftigt waren in NRW im Juni 257.856 Menschen. Für momentan Arbeitslose sind die Aussichten allerdings nicht ganz schlecht, da nach Einschätzung der Düsseldorfer Arbeitsmarktexperten eine kräftige Nachfrage nach neuen Arbeitskräften besteht. In den vergangenen zwölf Monaten wurden rund 504.000 Stellen bei den Arbeitsagenturen gleich neu gemeldet, davon im Juni 43.290 Stellen, 3.692 mehr als im Vorjahresmonat Mai.

In allen Regionen Nordrhein-Westfalens ist die Arbeitslosigkeit gesunken, am stärksten mit 1,4 Prozent in Südwestfalen. Im Ruhrgebiet waren im Juni 246.652 Personen arbeitslos gemeldet - 980 Personen oder 0,4 Prozent weniger als noch im Mai. Im Vergleich zum Vorjahr 2016 fiel die Zahl der Arbeitslosen um 7.613 Personen oder 3,0 Prozent. Die Arbeitslosenquote lag im Juni um 0,4 Prozentpunkte unter der des Vorjahres, bei jetzt 10,3 Prozent.