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Damit sank die Arbeitslosenquote in Deutschland um 0,1 auf nunmehr 5,5 Prozent. Als Hauptgrund für den nur noch geringen Rückgang der Arbeitslosigkeit im Juni machten die Nürnberger Arbeitsmarktexperten "die begünstigenden Effekte des außergewöhnlich milden Winterwetters" verantwortlich, die am Ende die Frühjahrsbelebung aufgewogen haben.

"Die Zahl der arbeitslosen Menschen ist im Juni aus saisonalen Gründen weiter zurückgegangen. Die Beschäftigung und die Nachfrage der Betriebe nach neuen Mitarbeitern haben erneut kräftig zugelegt", fasste der Vorstandsvorsitzende der Bundesagentur für Arbeit (BA) Detlef Scheele in Nürnberg die aktuellen Zahlen vom deutschen Arbeitsmarkt zusammen.

Zugelegt hat auch die Unterbeschäftigung. Zur Unterbeschäftigung gehören auch Personen in entlastenden arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen und in kurzfristiger Arbeitsunfähigkeit. Diese hat sich saisonbereinigt ebenfalls um 7.000 Unterbeschäftigte erhöht. Insgesamt belief sie sich im Juni 2017 auf 3.496.000 Personen. Das waren 26.000 Unterbeschäftigte weniger als noch im Juni 2016. Damit ist die Unterbeschäftigung im Vorjahresvergleich weniger stark gesunken als die Arbeitslosigkeit. Das liegt daran, dass die Arbeitsmarktpolitik insbesondere für geflüchtete Menschen gegenüber dem Vorjahr ausgeweitet wurde.

Trotzdem sind die Aussichten für momentan arbeitslose oder unterbschäftigte Personen deutschlandweit nicht aussichtslos, denn die Nachfrage nach Arbeitskräften wächst nach Meinung der Arbeitsmarktexperten auf hohem Niveau dynamisch weiter.

So waren im Juni rund 731.000 unbesetzte Arbeitsstellen bei der BA gemeldet und damit rund 66.000 mehr als noch vor einem Jahr im Juni 2016.

Nach Einschätzung der Nürnberger ist auch die Situation am deutschen Ausbildungsmarkt stabil. So meldeten sich von Oktober 2016 bis Juni 2017 bei den Agenturen für Arbeit und den Jobcentern 489.000 Bewerber für eine Ausbildungsstelle. Das waren 2.000 mehr als im Vorjahreszeitraum. Gleichzeitig waren 496.000 Ausbildungsstellen gemeldet, 1.000 mehr als noch vor einem Jahr.

Am häufigsten angeboten wurden Ausbildungsstellen für angehende Kaufleute im Einzelhandel mit 30.000, Verkäuferinnen und Verkäufer und Kaufleute für Büromanagement mit jeweils 21.000 Lehrstellen.