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Vor einem Jahr Ende März 2016 waren es noch 27.545 arbeitslose Menschen mehr. Alleine 53.678 von ihnen sind Flüchtlinge.

Die Arbeitslosenquote fiel um 0,1 auf jetzt 7,6 Prozent. Die Langzeitarbeitslosigkeit bleibt nach wie vor im bevölkerungsreichsten Bundesland ein ungelöstes, großes Problem. So waren 298.460 Menschen waren in NRW im März länger als ein Jahr arbeitslos gemeldet und galten damit als langzeitarbeitslos. Das waren 25.663 Personen weniger als vor einem Jahr und 1.604 Personen weniger als im Februar.

Im Jahresdurchschnitt 2016 waren 180.638 Menschen oder 60,2 Prozent aller Langzeitarbeitslosen länger als zwei Jahre arbeitslos. Die Spannbreite der Langzeitarbeitslosigkeit ist in NRW sehr weit: 2016 waren hier 43,1 Prozent der arbeitslosen Menschen auch langzeitarbeitslos.

Auch die Unterbeschäftigung ist in NRW um 5.571 auf nunmehr 979.447 Personen leicht zurück gegangen. Zur Unterbeschäftigung  werden zu den Arbeitslosen noch diejenigen Menschen hinzugezählt, die an einem arbeitsmarktpolitischen Programm der Bundesagentur für Arbeit oder der Jobcenter teilnehmen. Im Vergleich zum Vorjahr nahm die Zahl der Unterbeschäftigten im März um 29.444 Menschen oder 3,1 Prozent zu. Dieser Anstieg der Unterbeschäftigung im Vorjahresvergleich ist auf die Teilnahme geflüchteter Menschen an Sprach- und Qualifikationsprogrammen zurückzuführen.

Eine starke Nachfrage nach neuen Arbeitskräften macht die Regionaldirektion für NRW aus. Im März wurden 43.325 Stellen neu gemeldet, 4.441 mehr als im Vorjahresmonat. Der Bestand gemeldeter offener Arbeitsplätze lag im März bei 142.782 Stellen, 13.919 oder 10,8 Prozent mehr als vor einem Jahr und 2.972 oder 2,1 Prozent über dem Februar.

"Wie erwartet hat im März die Frühjahrsbelebung eingesetzt. Der Rückgang der Arbeitslosigkeit fällt mit 10.506 arbeitslos gemeldeten Arbeitslosen in diesem Jahr etwas stärker aus als in den vergangenen fünf Jahren, in denen die Arbeitslosigkeit im Schnitt um 6.446 Personen zurückging. Das ist der typische Verlauf. Im Sommer werden zum Beispiel viele Jugendliche ihre Ausbildung abgeschlossen haben und sich erst einmal für eine Übergangszeit arbeitslos melden, so dass die Zahlen wieder steigen. Rund 43 Prozent aller Arbeitslosen galten im vergangenen Jahr in NRW als langzeitarbeitslos. In Deutschland lag der Anteil im Schnitt bei nur knapp 37 Prozent. Zwar ist auch in NRW die Langzeitarbeitslosigkeit zurückgegangen, die Herausforderung bleibt aber groß. Wir möchten den Menschen mehr Chancen bieten, zurück in Arbeit zu kommen. Dabei geht es auch um ihre soziale Teilhabe. Derzeit verfügen wir über rund 43.000 Plätze. Die Langzeitarbeitslosigkeit können wir letztlich nur erfolgreich abbauen, wenn auch die Arbeitgeber mitziehen. Auch auf ihre Bereitschaft, diesen Menschen eine Chance zu geben, kommt es an, wenn wir die Herausforderung Langzeitarbeitslosigkeit erfolgreich angehen wollen," stellte Christiane Schönefeld, Vorsitzende der Geschäftsführung der Regionaldirektion NRW der Bundesagentur für Arbeit fest.