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In den südlichsten deutschen Bundesländern Baden-Württemberg mit 11,9 Prozent und Bayern mit 12,1 Prozent ist das Armutsrisiko gemessen an der Armutsgefährdungsquote deutlich am geringsten. Dagegen hat der Stadtstaat Bremen mit 22,6 Prozent, gefolgt von Sachsen-Anhalt mit 21,4 und Mecklenburg-Vorpommern mit 20,4 Prozent die höchste Armutsgefährdung vorzuweisen.

Die Armutsgefährdungsquote ist ein Indikator zur Messung der relativen Einkommensverteilung. Diese Ergebnisse gehen aus aktuellen Berechnungen auf Basis des Mikrozensus hervor, die von den Statistischen Ämtern des Bundes und der Länder im Rahmen des Arbeitskreises "Sozialberichterstattung der amtlichen Statistik" durchgeführt wurden. Der Mikrozensus ist die größte jährliche Haushaltsbefragung in Europa; er bietet aufgrund seiner Stichprobengröße die Möglichkeit, für alle Bundesländer verlässliche Indikatoren zu ermitteln und zu vergleichen.

Zwischen den ostdeutschen und den westdeutschen Bundesländern bestehen starke Unterschiede bezüglich der Armutsgefährdungsquote. In den alten Bundesländern ohne Berlin hatten danach 15 Prozent der Bevölkerung ein erhöhtes Armutsrisiko, in den neuen Bundesländern und Berlin gelten dagegen sogar 18,4 Prozent aller Menschen als armutsgefährdet.

Natürlich haben Arbeitslose ein höheres Risiko als Menschen mit einem Job. Mehr als die Hälfte von ihnen mit 52,9 Prozent der Erwerbslosen in den alten Bundesländern und mehr als zwei Drittel der Erwerbslosen in den neuen Ländern mit 66,9 Prozent waren 2016 armutsgefährdet. Auch zwischen den verschiedenen Bundesländern bestehen große Unterschiede bei gleichem Status der betroffenen Personen. Während 2016 in Baden-Württemberg 43,4 Prozent der Arbeitslosen armutsgefährdet waren, waren es in Sachsen-Anhalt schon 75,6 Prozent.

Ebenso sind Alleinerziehende und ihre Kinder weit überdurchschnittlich armutsgefährdet, dazu zählten 42,4 Prozent aller Alleinerziehenden-Haushalte in Westdeutschland und 46,9 in Ostdeutschland.

Besonders betroffen waren davon Alleinerziehenden-Haushalte in Sachsen-Anhalt mit 60 Prozent, in der Hauptstadt Berlin waren es immer noch 34,5 Prozent.