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Nach vorläufigen Berechnungen des Statistischen Bundesamts in Wiesbaden erreichte das gesamte Transportaufkommen gegenüber dem Vorjahr ein Plus von 6,5 Prozent und stieg auf 4,3 Milliarden Tonnen an. Damit wurde die höchste Steigerungsrate gegenüber dem Vorjahr seit 1994 erreicht. Damals wurde ein Plus von 7,5 Prozent errechnet.

Vor allem trugen Straßen- und Eisenbahnverkehr, Seeschifffahrt und Luftverkehr zu dieser enorme Steigerung bei. Ein Minus verzeichnete dagegen die Binnenschifffahrt, bleibt somit das Sorgenkind. Gründe für die Verluste der Binnenschifffahrt sind vielfältig. Zum einen führten mehrfache Niedrigwasserperioden zum Umsatzrückgang, aber auch die Havarie eines Tankers unterhalb der Loreley im vergangenen Januar 2011 war ein Grund für das schlechte Resultat.

Angewachsen ist dagegen der Güterverkehr der Seeschifffahrt mit 291 Millionen Tonnen und somit 6,8 Prozent mehr verschifften Gütern. Vor allem der Speditionsverkehr auf den deutschen Straßen ragte aus dem gesamten Transportaufkommen erneut heraus. Alleine 77,5 Prozent aller beförderten Gütern entfielen auf die Straße. Knapp 3,4 Milliarden Tonnen und damit 7,7 Prozent mehr als 2010 wurden alleine im Straßengüterverkehr befördert. Das ist im übrigen die höchste Wachstumsrate aller Verkehrsbereiche deutschlandweit überhaupt.

Die Wachstumsraten bei Eisenbahn und Luftfracht fielen im Vergleich mit 5,1 und 4,8 Prozent geringer aus. Allerdings wurde das Vorkrisenniveau für das gesamten Transportaufkommen auch noch nicht erreicht.