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Vor einem Jahr im Februar 2016 waren es noch 22.784 Arbeitslose mehr. Allerdings hat sich die Unterbeschäftigung im Gegensatz zur Arbeitslosigkeit sogar drastisch nach oben entwickelt, der sich im Vergleich zum Vorjahr zu einem großen Teil auf den Zuzug geflüchteter Menschen nach NRW zurückzuführen ist.

"Die Arbeitslosigkeit in NRW hat sich auch im Februar positiv entwickelt. In der Regel steigt aufgrund saisontypischer Einflüsse von Januar auf Februar die Zahl der gemeldeten Arbeitslosen deutlich. Das ist in diesem Jahr ausgeblieben, nachdem bereits im Januar die Zahl der arbeitslosen Menschen im Vergleich zu den Vorjahren nur moderat angestiegen war. Von den Menschen, die aufgrund von Krieg und Bürgerkrieg in ihren Heimatländern in unser Bundesland geflohen sind, sind derzeit beinahe 68.000 Menschen als arbeitssuchend gemeldet. Die überwiegende Mehrheit dieser Menschen nimmt derzeit an Sprachkursen und Programmen der beruflichen Orientierung und Qualifizierung teil, weshalb sie nicht als arbeitslos gelten, aber in der Unterbeschäftigung mitgezählt werden. In diesen Programmen erwerben sie grundlegende Kenntnisse, ohne die sie am deutschen Arbeitsmarkt keine nachhaltige Perspektive hätten. Nach Abschluss der Maßnahmen werden viele an weiteren, anknüpfenden Programmen zur Qualifizierung und Weiterbildung teilnehmen. Andere werden aber erst einmal arbeitslos", fasste Christiane Schönefeld, Vorsitzende der Geschäftsführung der Regionaldirektion NRW der Bundesagentur für Arbeit (BA) die Situation des Arbeitsmarktes in NRW zusammen.

Im Februar waren in NRW 880 Personen mit ausländischer Staatsbürgerschaft mehr arbeitslos gemeldet als einen Monat zuvor. Im Vergleich zum Vorjahr nahm die Arbeitslosigkeit von Ausländern um 19.610 Personen oder 9,8 Prozent auf jetzt 218.894 Personen zu. Derzeit sind 29,9 Prozent aller gemeldeten Arbeitslosen ausländische Staatsangehörige. Der Anstieg in dieser Personengruppe geht im Wesentlichen auf den Zuwachs bei den arbeitslos gemeldeten geflüchteten Menschen zurück. Als arbeitslos waren im Februar 53.102 geflüchtete Menschen in NRW registriert.

Die Unterbeschäftigung nahm im Vergleich zum Vormonat um 10.890 Personen oder 1,1 Prozent zu. Demnach galten im Januar 985.043 Menschen als unterbeschäftigt. Im Gegensatz zur Arbeitslosigkeit stieg die Unterbeschäftigung im Vergleich zum Vorjahr um 34.318 Menschen oder 3,6 Prozent.

Nach Einschätzung der Düsseldorfer Arbeitsmarktexperten ist die Nachfrage und der Bedarf nach neuen Arbeitskräften ungebrochen hoch. Mit 47.604 offenen Arbeitsplätzen gab es in den vergangenen zehn Jahren keinen Monat, in dem in NRW so viele Stellen neu gemeldet worden sind, wie im abgelaufenen Monat. Der Bestand gemeldeter offener Arbeitsplätze betrug im Februar 139.810 Stellen.

Im Ruhrgebiet ist im Februar die Zahl der gemeldeten Arbeitslosen um 285 Personen oder 0,1 Prozent im Vergleich zum Januar zurückgegangen. Insgesamt waren 256.762 Menschen arbeitslos, 6.901 Personen weniger als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote verblieb bei 10,8 Prozent. Vor einem Jahr lag sie um 0,4 Punkte höher bei 11,2 Prozent. Am stärksten war der Rückgang bei den Ruhrgebietsstädten in Oberhausen.