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Schon jetzt können viele offene Stellen nicht mehr besetzt werden. Und auch für die Zukunft sieht es in der Branche alles andere als rosig aus, eher tief schwarz. Denn in beiden Berufsgruppen existiert ein ernster Nachwuchsmangel.

Deswegen hat der Präsident des Bundesamtes für Güterverkehr (BAG) in Köln, Andreas Marquardt dieser Tage die Gelegenheit genutzt auf die Probleme aufmerksam zu machen: "Von derzeit 790.000 LKW-Fahrern werden in den nächsten 15 Jahren über ein Drittel in den Ruhestand gehen" brachte Marquardt die Zukunftsprobleme zusammen. Einen Lösungsvorschlag konnte der Präsident allerdings nicht präsentieren, sondern verwies darauf, dass sich die gesamte Branche schon heute strategisch auf die Zukunft vorbereiten sollte und auch muss.

Marquardts Einschätzung werden auch von der Bundesvereinigung Logistik (BVL) bestätigt. Die BVL ermittelte, dass derzeit schon 75 Prozent aller im Bereich Logistik tätigen Unternehmen offene Stellen nicht mehr adäquat besetzen können und deswegen schon jetzt 73 Prozent der befragten Unternehmen für die Zukunft mit Umsatzeinbußen rechnen würden. Gesucht würden Fachkräfte in nahezu allen Segmenten und Bereichen.

Neben den genannten Lokführern und Berufskraftfahrern werden Zusteller, Fachkräfte mit kaufmännischer oder technischer Ausbildung gesucht, aber eben auch Führungspersonal wie Logistikleiter und Speditionsleiter, ebenso wie Ingenieure, IT-Experten und Betriebswirte mit Schwerpunkt Supplik Hain Management. Jede Menge Gründe für junge, dynamische Menschen sich weiterzubilden oder umzuschulen. Die Zukunftsaussichten für junge Logistiker könnten besser nicht sein.