Kontakt | Impressum

Suchen!

Facebook

Mehr Aufklärung über die oft missachteten Rechtsansprüche, die Abschaffung der künstlichen Einkommensbarriere von 450 Euro sowie ein flankierender Übergang mit erweiterter Gleitzone und Bestandsschutz für bestehende Arbeitsverhältnisse.

Das wichtigste Ergebnis des Autorenteams um Prof. Dr. Gerhard Bosch und Dr. Claudia Weinkopf hat ein konkretes Konzept entwickelt, um Minijobs in sozialversichungspflichtige Beschäftigung zu überführen. Die Kleinst-Arbeitsverhältnisse sollen nämlich nicht durch Fehlanreize zur Dauererwerbsform werden, da zu viele Gefahren damit langfristig verbunden sind, wie besonders hohe Armutsrisiken insbesondere für Frauen, die genau davon gerade oftmals betroffen sind.

Denn nach Ansicht der Duisburger und Essener Forscher entfalten Minijobs starke Klebeffekte. Bedeutet, dass diese sowohl für Beschäftigte als auch für Unternehmen systematisch den Übergang in sozialversicherungspflichtige Beschäftigung erschweren und dazu oft gewünscht auch längere Arbeitszeiten. Davon sind nach den Ergebnissen der Studie vor allem verheiratete Hausfrauen betroffen.

Denn entgegen den gesetzlichen Vorschriften sind Minijobber in der betrieblichen Praxis meist schlechter gestellt als ihre sozialversicherungspflichtig beschäftigten Kollegen. Sie erhalten weniger Stundenlohn und werden nur bei Anwesenheit bezahlt. Lohnfortzahlung bei Krankheit oder für Feiertage ist ebenso wie für Urlaubstage eher selten.

"Damit die Politik bei der Reform der Minijobs wieder handlungsfähig wird, erscheint es notwendig, von alten Denkmustern Abschied zu nehmen - insbesondere von dem trügerischen Bild, dass Minijobs für Beschäftigte und Arbeitgeber gleichermaßen Vorteile bieten", stellten die Autoren der Studie fest.

Weitere Informationen

Topaktuell, schnell und kompetent informieren wir Sie hier über die wichtigsten News aus unserem Unternehmen sowie mit relevanten Meldungen aus Gesellschaft, Wirtschaft, Politik und Sport. Dabei arbeiten wir mit zahlreichen Journalisten zusammen. Sie sehen, es lohnt sich also, immer mal wieder vorbeizuschauen.