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Vor zwei Jahren boten 62 Prozent der Unternehmen die klassische Form von Weiterbildungsmaßnahmen mit Lehrveranstaltungen in Form von Lehrgängen, Kursen und Seminaren an.

74 Prozent der Unternehmen setzten andere Formen der betrieblichen Weiterbildung ein wie etwa Informationsveranstaltungen, Job-Rotation und selbstgesteuertes Lernen beispielsweise durch E-Learning.

Das sind die zentralen Ergebnisse der Fünften Europäischen Erhebung über die berufliche Weiterbildung in Unternehmen, die in allen Mitgliedstaaten der Europäischen Union (EU) sowie in Norwegen und der ehemaligen jugoslawischen Republik Mazedonien durchgeführt wurde. In Deutschland wurden dafür rund 12.000 Unternehmen mit zehn und mehr Beschäftigten aus nahezu allen Wirtschaftsbereichen befragt.

Das Weiterbildungsangebot ist dabei vor allem abhängig von der Größe der Betriebe. Bei Unternehmen mit zehn bis 19 Beschäftigten bot mit 53 Prozent über die Hälfte Lehrveranstaltungen an, bei Betrieben mit 1.000 und mehr Beschäftigten waren es sogar schon 96 Prozent.

Im Durchschnitt verbrachten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer 22 Stunden im Jahr in Lehrgängen, Kursen oder Seminaren. Bei knapp zwei Drittel mit 63 Prozent der Teilnahmestunden handelte es sich um interne Lehrveranstaltungen, bei über einem Drittel mit 37 Prozent um externe Lehrveranstaltungen.

Je teilnehmender Person entstanden den Unternehmen, die Lehrveranstaltungen anboten, Kosten in Höhe von 1.793 Euro. Die Weiterbildungskosten je Beschäftigten lagen in Unternehmen mit Lehrveranstaltungen bei 801 Euro.

Der mit Abstand größte Teil der Kosten der Unternehmen für Weiterbildungsmaßnahmen ihrer Mitarbeiter entstand mit 47 Prozent auf den Posten Personalausfallkosten, dazu entfielen 31 Prozent auf Zahlungen und Gebühren an Weiterbildungsanbieter sowie auf Kosten für externes Weiterbildungspersonal in internen Veranstaltungen.   

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