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Die von Torsten Frings trainierten Gäste wollten von Beginn an die Spielkontrolle übernehmen, und wurden letztlich von der gegen den Ball aggressiven Spielweise der Meidericher überrascht. Die Zebras pressten, und griffen die Gäste schon am eigenen Strafraum an. Eine erste Kopfballchance von Borys Tashchy nach Flanke von Moritz Stoppelkamp verpuffte jedoch (8.). Darmstadt war spielerisch besser, der MSV hielt kämpferisch aber toll dagegen. Einzig Weltmeister Kevin Großkreutz wurde einmal gefährlich, aus kurzer Distanz war er aber zu überrascht um zu treffen (18.). Kurz darauf vertändelte Gerrt Nauber stümperhaft den Ball gegen Mehlem, konnte seinen dicken Bock aber korrigieren (22.). 

Die Mannschaft von Ilia Gruev belohnte sich nach 25 Minuten. Sirigu versuchte per Kopf auf seinen Torhüter zu passen, Stoppelkamp ging dazwischen, und überlupfte den Gästekeeper sehenswert zur Führung (25.). In der Folge machten die Gäste Druck, der MSV stand aber noch sicher.  

Nach 34 Minuten hatten die Gäste die große Chance zum Ausgleich. Ein Volleyschuss von Holland knallte aber glücklicherweise nur an den Pfosten. Nur Sekunden später schlug es dann aber doch noch ein. Kapitän Kevin Wolze bekommt den Ball nicht weg, nach einer Flanke von rechts legt Großkreutzab in die MItte, Bomheuer kann nur auf Mehlem klären, der mit einem starken Schuss den Ausgleich besorgt (35.). Es hatte sich abgezeichnet. Kurz vor der Pause hätte Kempe die Gäste sogar in Führung bringen können, sein Schlenzer ging aber knapp vorbei. 

Die zweite Hälfte begann sehr fehlerhaft auf beiden Seiten. Nach einem Ballverlust in der Vorwärtsbewegung hatten die Zebras plötzlich eine große Überzahl, Fabian Schnellhardt verschluderte das Leder aber (50.). Auf der Gegenseite scheiterte Sobiech am aufmerksamen Flekken (55.). Nach 66 Minuten hätte der eingewechselte Iljutcenko treffen können, das Zuspiel von Stoppelkamp war aber etwas zu scharf.  

In der Folge schwanden die Kräfte bei den Zebras. Darmstadt wirkte frischer, und wurde immer dominanter. Tashchy traf das Außennetz (71.), andere Möglichkeiten wurden durch schlampige Abspiele weggeworfen. Und nach 78 Minuten gab es nach einem vermeintlichen Foulspiel von Nauber an Kempe Strafstoß für Darmstadt. Der gefoulte trat selber an, scheiterte aber mit seinem guten Schuss am nun überragenden Flekken. 

Den Schlusspunkt setzten aber dann doch die immer besser werdenden Gäste. Sirigu kann völlig freistehend von rechts flanken, der eingewechselte Stark verwandelt am langen Pfosten (88.). Der MSV warf zwar noch einmal alles nach vorne, konnte aber drei Ecken in der Nachspielzeit nicht nutzen. Bei der letzten Ecke köpfte MSV-Keeper Flekken den Ball dann leider doch deutlich vorbei.  

Schade! Die Zebras zeigten wirklich eine ordentliche Leistung gegen einen immer stärker werdenden Bundesligaabsteiger. Leider ging am Ende etwas die Luft aus. Die linke Abwehrseite der Meidericher zeigte sich als Schwachpunkt. Bei einigen Spielern hatte man schon nach einer Stunde den Eindruck, dass sie aus dem letzten Loch pfeifen. Der Auftritt sollte aber insgesamt trotzdem Mut für die kommenden Aufgaben machen. 

 

MSV Duisburg : SV Darmstadt 98 1:2 (1:1) 
MSV Duisburg:Flekken,Erat, Bomheuer, Nauber, Wolze, Souza (86. Wiegel), Fröde, Schnellhardt (82. Hajri), Stoppelkamp, Brandstetter (64. Iljutcenko), Tashchy 
SV Darmstadt 98: Heuer Fernandes,Sirigu, Höhn, Sulu, Holland, Kamavuaka (57. Stark), Altintop, Kempe, Mehlem, Großkreutz (76. Maclaren), Sobiech (88. Boyd) 
Tore: 1:0 Stoppelkamp (25.), 1:1 Mehlem (35.), 1:2 Stark (88.) 
Gelbe Karten:Fröde, Iljutcenko,Maclaren 
Schiedsrichter: Dr. Jöllenbeck (Freiburg)  
Zuschauer: 16.297